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Steinsdorf (han). „Wir sind eine große Familie, hier sprechen sich alle mit „Du“ an, also was willst Du wissen“, werde ich in Steinsdorf am vergangenen Wochenende begrüßt, nachdem ich mich noch siezend zu den Organisatoren druchgefragt habe. Verwiesen an Ortsvorsteherin Jana Grunow und ihren Mann Ronny als Ortswehrführer erfahre ich erste Details zum Wochenende. „Wir feiern heute nicht nur 100 Jahre Feuerwehr sondern auch das 11. Steindorftreffen“, so Jana Grunow und ihr Mann, der Ortswehrführer, gibt vor der Kulisse alter und neuer Feuerwehrfahrzeuge ein Zusammenfassung der Feuerwehrarbeit im Ort, nicht der letzten hundert Jahre, aber dennoch mit beeindruckenden Zahlen: „Mit Alters- und Ehrenabteilung sowie dem Nachwuchs sind wir etwa 40 Leute, wobei auf die Einsatzabteilung die Hälfte entfällt. Und die sind auch gefordert, denn mit 30 bis 50 Einsätzen im Jahr ist das schon eine beträchtliche Anzahl. Viele davon entfallen auf Verkehrsunfälle, technische Hilfen und Waldbrände. Hier arbeiten wir eng mit den Kameraden der Feuerwehr Bomsdorf zusammen, mit denen wir auch die gemeinsame Ausbildung und Nachwuchsarbeit machen.“ Mit den Worten: „Da kommen die ersten Gäste“, entschuldigte er sich und verschwand im Kreise des beginnenden Getümmels auf dem Festplatz. Die Delegation aus Steinsdorf im Vogtland war eingetroffen und wurde mit großem Hallo begrüßt. Jana Grunow sah wohl meinen fragenden Blick und fasste ganz kurz zusammen, dass sich an diesen „Familienfeiern“ sieben Steindorfe aus Deutschland und eins aus Polen treffen. „Letztere haben leider abgesagt, weil irgend etwas mit dem Bus war“, warf sie ein. „Wir feiern hier bei uns zum dritten Mal nach 2003 und 2015 und freuen uns riesig auf das Wochenende – ach so, der Plan steht auf dem Flyer“, rief sie mir noch zu und verschwand ebenfalls in der Menge der ankommenden Delegationen aus Thüringen, Oberbayern, Franken nicht ohne den Hinweis doch mal mit Manfred Holzapfel zu sprechen. Zunächst aber marschierte mit klingendem Spiel der EKO-Spielmannszug ein und gestaltete eine Stunde lang den Auftakt des 11. Steinsdorftreffens, während immer mehr Abordnungen eintrafen, so dass am Ende sieben Orte vertreten waren. Doch wie kam es überhaupt dazu? Bevor diese Frage beantwortet werden kann, traf ich noch auf vier Tischler-Gesellen auf der Walz, die sich getroffen hatten und durch den Steinsdorfer Maurice auf den Festplatz landeten und nicht nur ein begehrtes Fotomotiv darstellten sondern auch Gesprächspartner für viele Neugierige waren. Geduldig beantworteten Maurice aus Steinsdorf, Andrè aus Unna, Yke aus Dänemark und Jule aus Coburg die Fragen der Umstehenden. „Hier ist Manfred Holzapfel“, rief mir Jana Grunow zu und machte uns kurz bekannt. An einem ruhigen Plätzchen etwas außerhalb des Lautsprechersounds, gab es nun die Antwort auf die eingangs gestellt Frage: „Ich komme aus Steinsdorf, der heutigen Hauptstadt Bayerns“, begann mein gegenüber lachend mit seiner Erzählung und setzte fort: „Die Idee kam uns im Mai 2001, wobei das Problem bestand alle Steinsdörfer in Deutschland ausfindig zu machen. Viele wurden angeschrieben, doch nicht alle kamen und so waren im Sommer 2001 nur die Leute aus Steinsdorf in Brandenburg, Weida in Thüringen, Leutenberg in Thüringen und aus dem Vogtland dabei. Eine Schlüsselrolle dabei spielte Manfred Groß aus dem Steinsdorfer Schützenverein. Wir hatten uns zunächst telefonisch kennen gelernt und trafen uns später. Er brachte ein Präsent mit nach Oberbayern. Es war ein Kontakt der uns dann 2003 ins hiesige Steindorf führte. Unser Präsent war eine schwere bemalte Holzscheibe für den Schützenverein, deren Herstellung schon abenteuerlich war, weil mein kurzes Sägeschwert nicht ausreichte, um diese aus dem Stamm zu schneiden. Das ist aber eine extra Geschichte und ich möchte noch einmal auf die Steinsdörfer zurück kommen. Da das Steinsdorf bei Bamberg nicht eigenständig und nur ein Ortsteil war, gab es da zunächst keine Resonanz. Das zweite Treffen fand dann 2003 hier in Steinsdorf in Brandenburg statt. 2005 in Steindorf bei Bamberg, die nun doch dabei waren, 2007 bei Weida, 2009 Steinsdorf bei Leutenberg und so weiter reihum alle zwei jahre bis 2019. Dann kam Corona und erst im November 2024 konnten sich die Verantwortlichen wieder treffen, um die Frage zu klären, wie es weiter gehen sollte. Beschlossen wurde, dass der Zweijahresabstand eingehalten werden sollte und so gab es unser erstes kleines Treffen nach Corona im Juli 2025 bei uns in Oberbayern, an dem nur die Steindorfabordnungen aus dem Vogtland und Leutenberg teilnahmen. Das heutige Treffen hier, auch anlässlich des 100. Feuerwehrgeburtstages, ist wieder ein Familienfest, wie wir es haben wollen und freuen uns auf eine große Feier.“ Und genau die wurde es, nach dem obligatorischen Gruppenbild. Mit nachmittäglicher Unterhaltungsshow durch Ronny Gander, Auftritten der KiTa „Wichtelstein“, mit Kinderschminken und Basteln sowie Hüpfburg für die kleinen Gäste, ging es nach der Ehrung engagierter Feuerwehrleute zum Abendprogramm mit Tanzabend, deftigem vom Grill, herzhaften Getränken und vielen Gesprächen. Am Sonntag beschloss der Gottesdienst und der Gospelchor dieses Familientreffen.
BU’s
8708 /8708a / 162141a / 162141-1 11. Treffen: Bewohner aus sieben Steindörfern trafen sich am vergangenen Wochenende in Steindorf in Brandenburg und feierten ein großes Familienfest.
(Anmerkung: Ob der EKO-Spielmannszug mit aufs Bild muss, sollte die Redaktion entscheiden!)
8705 Die Initiatoren: Gabi und Manfred Holzapfel aus Steinsdorf in Oberbayern entwickelten aus einer Kneipenidee das erste Steinsdorftreffen im Jahr 2001.
8701 Tischlergesellen auf der Walz: Maurice aus Steinsdorf, Andrè aus Unna, Yke aus Dänemark und Jule aus Coburg trafen sich auf dem 11. Steinsdorftreffen am Wochenende.
8691 Stimmungsvoller Auftakt: Der EKO-Spielmannszug musste viele Zugaben geben und wurde mit eingängigen Melodien zu mehreren Zugaben aufgefordert.
8703 Freuen sich auf das Familientreffen: Die Delegation aus Steindorf aus dem Vogtland kam mit eigener Fahne und war bei allen Steindorftreffen dabei.
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