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Eisenhüttenstadt (han). Gesundheitsreform in Deutschland ist das eine, die händeringende Suche nach Fachpersonal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Therapiepraxen und Apotheken das andere. Eine gute Gelegenheit sich darüber zu informieren, hab es am Samstag an der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe e.V. in Eisenhüttenstadt. Ursprünglich bekannt geworden unter dem Namen „MeFa“ und vor 72 Jahren gegründet, gehört diese Einrichtung neben dem EKO wohl zu den bekanntesten Ausbildungsinstitutionen der Stahlstadt. Übrigens treffen sich bis heute ehemalige Absolventen noch zu regelmäßigen Klassentreffen, aber das nur am Rande, denn am Samstag ging es um die Zukunft. Voller Stolz berichteten Geschäftsführerin Jacqueline Böttcher und Personalchefin Doreen Schneider von ausgelasteten Klassen in den angebotenen Fachrichtungen Pflegefachmann/-frau, Physiotherapeuten, Medizinischen Technologen für Laboratoriumsanalytik (MTL) und Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA). „Unser Team von mehr als 30 Lehrkräften betreut rund 350 Lernende in fünf Berufen, denn zu genannten kommt noch die Jahresausbildung zum Pflegehelfer bzw. zur Pflegehelferin hinzu“, so die Geschäftsführerin. Mittlerweile waren die ersten Gäste eingetroffen und in allen Fachrichtungen gab es Gelegenheit mitzumachen. „Wie fühle ich mich im Alter?“ wurde sehr anschaulich bei den angehenden Pflegerinnen und Pflegern demonstriert, indem entsprechende bewegungseinschränkende und gewichtige Bandagen angelegt wurden, die Treppen steigen, Laufen und andere Bewegungen zur Tortur werden ließen. Wohltuend dagegen war die Handmassage, bei der sich zahlreiche Gäste verwöhnt wurden. Reizstromtherapien bei den Physiotherapeuten, Experimente in den Labors der PTA’s und MTL’s, die zum Mitmachen einluden rundeten das Bild des Tages ab. Natürlich gewährten die Azubis auch einen Blick in die Zimmer das Wohnheimes, den großen Hörsaal und erzählten von Praktika und guten langfristigen Anstellungschancen. „Was am Anfang schier unüberschaubar aussieht, ist zu bewältigen, da unsere Ausbildung sehr systematisch aufgebaut ist und wir so Schritt für Schritt an das notwendige Wissen herangeführt werden“, so Anika als angehende PTA. Das lässt sich auf alle Fachrichtungen übertragen. Die angesprochenen Praktika finden bei Netzwerkpartnern in Brandenburg statt und einige von ihnen, wie das Städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt, der Lutherstift aus Frankfurt (Oder) und der ASB waren auch vor Ort. Gerade die erst genannten schätzen seit Kahren die Qualität der Ausbildung und schicken ihre angehenden Fachkräfte gern an die Schule in Eisenhüttenstadt. Neben den Basisausbildungen werden regelmäßige Weiterbildungen, Anpassungs- und Pflichtfortbildungen angeboten. Lebenslanges Lernen ist also angesagt, da sich Techniken, Verfahren und Betreuungs- bzw. Pflegeansätze immer weiter entwickeln. Übrigens sind alle die genannten Ausbildungen durchaus auch für Quereinsteiger geeignet, die den Wunsch haben in medizinisch-sozialen Bereich tätig zu werden. Bewerbungen können jederzeit abgegeben werden. Nähere Infos dazu gibt es unter
https://www.gesundheitsberufe-ehst.de
Auf der Homepage der Einrichtung.
Fotos: han |