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Politik:
Die größte Corona-Party feiert das Vermögen



Aufstehen (pm). Hörst Du auch immer wieder, dass wir in der Corona-Krise zusammenhalten und verantwortungsvoll handeln sollen? Klingt schön, passiert aber nicht. Mitten in der Pandemie geht die Schere zwischen Arm und Reich noch schneller auseinander als ohnehin schon. Und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit!
Während sich die einen um ihre Gesundheit und die anderen um ihre Grundrechte sorgen, freuen sich die Dritten: Die Superreichen in Deutschland konnten ihr Vermögen mitten in der Krise um irrsinnige 20 Prozent steigern. Grund dafür sind die Aktienmärkte, die offensichtlich keine Covid-Langzeitfolgen zu befürchten haben. Nach einer Schrecksekunde haben sie sich längst bestens erholt, und die eigentliche Corona-Party steigt auf dem Börsenparkett. Völlig losgelöst von Leistung und Systemrelevanz vermehren sich hier Vermögen und Eigentum.

Aufseiten der Löhne hingegen herrschen Verlust und Unsicherheit. 15,5 Millionen Haushalte in Deutschland sind aufgrund von Corona schlechter gestellt als vorher. Wegen Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit müssen sie auf bis zu 30 Prozent ihres Einkommens verzichten. Ganz zu schweigen von denen, deren Existenzgrundlage gänzlich weggebrochen ist. Es überrascht nicht, dass davon besonders die Gering- und Normalverdiener betroffen sind.
Aufstehen fordert daher echtes, verantwortungsvolles Handeln: höhere Spitzensteuersätze, eine Vermögensabgabe für Millionäre und eine neue Eigentumsstruktur großer Unternehmen. Der Reichtum soll denjenigen zugutekommen, die ihn wirklich erarbeiten. Jetzt, da der zweite Pandemiewinter auf uns zukommt, wird es tatsächlich um Solidarität gehen – um eine Umverteilung von oben nach unten.

Wer dieser Tage den Grünen zuhört, dem wird aufgefallen sein, wie sie sich der CDU für eine Koalitionsregierung nach der Bundestagswahl 2021 andienen. Verwunderliche Töne sind das eher nicht, die Ökopartei präsentiert sich ja schon seit Jahren als „die Bündnispartei“. Mal ehrlich, Annalena Baerbock und Robert Habeck: Haben die Grünen wirklich mehr Gemeinsames als Trennendes mit der CDU – der Partei, die mit ihrem jüngsten Klimapaket Haushalte mit kleinen Einkommen eindeutig stärker belastet als die mit höheren? Der Arbeitslosigkeit und selbst die schlimmsten Arbeitsverhältnisse in den Schlachtfabriken egal sind? Die sich vehement einsetzt für Unternehmen, die an bestehenden Produktionsverhältnissen festhalten?
Dringender ist doch vielmehr, Umwelt- und Klimaschutz endlich gemeinsam mit der sozialen Frage anzugehen. Dafür braucht es frische Ideen und kreativen Widerstand gegen die aktuellen Verhältnisse. So wie vor 40 Jahren, als es schon mal einen Aufbruch gab, der das Umweltbewusstsein und dann das Land verändert hat. Und ja, Protest darf auch mal wehtun, denn nur dann horcht die Politik auf.

Eingetragen am 25.10.2020 um 17:34 Uhr.
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