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Schöne Schulzeit in einer aufstrebenden Stadt





Eisenhüttenstadt (han). Wenn man sich 60 Jahre nach der Einschulung wieder trifft, ist nicht nur für genügend Gesprächsstoff gesorgt sondern so ein Tag kann auch Überraschungen bereit halten.

Nicht nur das wieder erkennen lange nicht gesehener ehemaliger Klassenkameraden, nach dem Motto: „Du bis doch der Heinz?“…. „Nein ich bin der Udo und saß zwei Reihen hinter Dir….“ - überraschten dann doch einige, die noch andere Bilder im Kopf hatten. Die Wiedersehensfreude war sehr ergreifend, denn nicht alle konnten an jenem 2. November 2019 mehr dabei sein. Eine weitere gelungenen Überraschung war das Treffen vor der ehemaligen Schule am Platz des Gedenkens und die Begrüßung durch Schulleiterin Doris Paulke. Sie begann ihre Laufbahn 1987 noch an der Georgi-Dimitroff-Oberschule und steht heute dem Kollegium der Astrid-Lindgren-Grundschule vor.

Mit Freude führte sie die ehemaligen Schüler, die von 1959 bis 1969 an dieser Schule lernten durch die Räume. Damals in zwei Klassen zu je 36 Schülern eingeschult, kam es nach der achten Klasse zur Zusammenlegung zu einem Jahrgang mit 29 Schülern, da einige in die Berufsausbildung und andere zur Erweiterten Oberschule gingen. Schon bei den ersten Bildern der Chronik, die in den Fluren hingen und die Entwicklung der ersten 50 Jahre der Schule dokumentierten kamen Erinnerungen hoch. „Weißt Du noch?“, war wohl eine der am meisten gestellten Fragen. Erinnern an seine ehemaligen Schüler konnte sich auch Sport- und Geografielehrer Heinz Krause, der sehr gern die Einladung mit seiner Frau Hannelore, ebenfalls Lehrerin, zu diesem Treffen angenommen hatte. Von 1964 bis 1984 unterrichtete er Generationen von Schülern in Eisenhüttenstadt und diese hatten durchaus bleibende Erinnerungen an ihn, als engagierten, einfühlsamen aber auch strengen Lehrer dem man mit Achtung begegnete und wohl einige Lebensweisheiten zu verdanken hatte.

Beim Gang durch die Klassenräume und Fachkabinette wurde geplauscht, erinnert und viel fotografiert, denn die Gelegenheit, die ehemalige Schule zu besuchen gibt es nicht allzu oft. Chroniken erzählten von der langjährigen Entwicklung bis heute und doch schien die Zeit manchmal stehen geblieben zu sein, wie im Musikzimmer. Hier fühlten sich die Anwesenden zurück versetzt in ihre Schulzeit.
Diese wurde auch am Abend in einem Schönfließer Gasthaus noch einmal vertieft, als Sabine Lohse aus Chemnitz und eine der Organisatorinnen des nunmehr sechsten Treffens eine Chronik der Klasse 4a und Fotoalben aus ihrer Tasche holte. Andere hatten Fotos auf einem Tablett mit, darunter ein Klassenbild von 1963 mit Klassenlehrerin Fräulein Irmtraut Tschapke, die heute in Potsdam lebt. „Ja damals wurden die unverheirateten und jungen Lehrerinnen noch mit Fräulein angesprochen“, erinnerte sich Jürgen Baum, der gemeinsam mit Frank Schuster und Reiner Fritzsche die Bilder durchblätterte. Die drei waren übrigens schon in der Schule „ein Team“. Mittlerweile existieren viele digitalisierte Belege der Schulzeit vom Einschulungsfilm bis hin zum Klassentagebuch der A-Klasse auf CD und Erinnerungen, wie die 16tägige Fahrt ins Zeltlager an die Ostsee nach Trassenheide 1966 mit 16 Schülern mit Heinz Krause sind wohl ganz herausragende Ereignisse der Schulzeit gewesen. Aber auch der freiwillige Arbeitseinsatz beim Erweiterungsbau der Turnhalle nach der 10. Klasse blieben in guter Erinnerung. „Wir Mädels haben geschuftet, wie es auf dem Bau nun mal so ist, Schutt beseitigt“, erzählte Sabine Lohse, die später Laborantin im EKO lernte. Beim Stichwort EKO, kamen auch Gedanken an die Patenbrigade wieder. Diese war auf dem Werkbahnhof beheimatet und unterstützte zahlreiche Klassenaktivitäten, wie Jugendherbergsfahrten zum Beispiel in die Bremsdorfer Mühle und andere. „Die waren eigentlich immer mit dabei, wenn es irgendwohin ging, ich glaube auch bei der Jugendweihefahrt nach Dresden oder der Besuch des Tierparkes in Berlin“, warf Axel Bierfreund ein, der bei der Organisation des Treffens mit half. Die einhellige Meinung zur Schulzeit und zum Aufwachsen in Eisenhüttenstadt war: „Es war eine wunderschöne Zeit in einer jungen aufstrebenden Stadt. Es hat einfach Spaß gemacht hier zu leben.“
Bis gegen Mitternacht wurde zusammen gefeiert, geklönt und erinnert und auch darüber diskutiert, ob die Abstände der Treffen von fünf Jahren verkürzt werden sollten. Heinz Krause brachte es bei seiner Verabschiedung auf den Punkt: „Macht weiter so, trefft Euch und nicht erst in fünf Jahren. Das ist wichtig, denn heute sind alle noch top drauf. Bis zum nächsten Mal und danke für die Einladung!“.

Fotos: han

Eingetragen am 03.11.2019 um 18:35 Uhr.
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