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Politik:
LOS - Arbeitsmarktintegration ist kein Selbstläufer - aber gelingt

LOS (pm). Um die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt ging es am Freitag vergangener Woche (15. März 2019) auf einem Dialogforum in der Kreisverwaltung in Beeskow. Initiiert hatte dieses Arbeitstreffen das Amt für Ausländerangelegenheiten und Integration gemeinsam mit dem kommunalen Jobcenter Oder-Spree. Vertreter aus dem Jobcenter, dem Schulverwaltungsamt, der Agentur für Arbeit sowie dem veranstaltenden Amt gingen in den direkten Austausch mit regionalen Unternehmen und Mitarbeitern aus Unterstützungsprojekten. "Es ist erfreulich, eine solch große Runde, mit dieser Vielfalt an Teilnehmern, die sich alle zum Thema Arbeitsmarktintegration austauschen möchten, heute in der Kreisverwaltung begrüßen zu können", eröffnete Philipp Lampert die Veranstaltung. Er ist als Sachgebietsleiter in der Kreisverwaltung mit dem Bereich Integration betraut und führte gemeinsam mit Bildungskoordinatorin Maxie Wollschläger durch das umfangreiche Programm.

Großes Unterstützernetzwerk im Landkreis
Die Präsentationen einzelner Projekte am Vormittag, sowie die Informationen des kommunalen Jobcenters Oder-Spree und der Agentur für Arbeit machten die Vielfalt der Projektlandschaft im Landkreis sichtbar. Als ein Erfolgsfaktor für eine gelingende Arbeitsmarktintegration wurde die Verzahnung der verschiedenen Angebote herausgearbeitet. Vorgestellt wurden unter anderem Projekte aus Fürstenwalde, die mit individueller und engmaschiger Betreuung über die Möglichkeiten großer Institutionen hinausgehen. Die Leiterin des Fürstenwalder Projektes Karolina Matros sowie Projektleiter Uwe Schaffranke vom Programm "Türöffner" am Oberstufenzentrum stellten die individuelle Begleitung der Migranten als ihre Schwerpunkte vor.

Neben den Unterstützungsinstrumentarien für Migranten haben auch Unternehmen die Möglichkeit, sich beraten und helfen zu lassen. Zu den Angeboten des Jobcenters und der Agentur für Arbeit, die mit ihrem Arbeitgeberservice und finanziellen Förderinstrumenten hilfreich zur Seite stehen, gesellen sich Projekte, die mit speziellen Serviceleistungen wie einem Einarbeitungsmanagement und der Begleitung während der Beschäftigung von Migranten aufwarten. Unterstützung ist häufig aufgrund von Sprachbarrieren sowie Unklarheiten bezüglich des Aufenthalts gefragt. "Auch die Mitarbeiter eines Unternehmens müssen bei der Beschäftigung von migrantischen Mitarbeitern mitgenommen werden", wusste Charlotte Kruhoffer von der KAUSA Servicestelle Brandenburg zu berichten.

Vernetzung und gemeinsame Abstimmung als Erfolgsfaktoren
Beispiele für eine gelungene Arbeitsmarktintegration konnte Peter Nienas von Goodyear Dunlop aus Fürstenwalde in einer großen Anzahl benennen. "Schon lange ist das Unternehmen für Mitarbeiter jeglicher Nationen offen", berichtete er. Auch Marco Gabbert vom Helios Klinikum Bad Saarow schilderte positive Erfahrungen. Allerdings gibt es nach wie vor einige Stolpersteine, wie vorhandene Sprachbarrieren oder fehlende Mobilität, die in der Diskussionsrunde thematisiert wurden. Gemeinsame Absprachen und Kooperationen wurden als hilfreiche Bausteine bei der Bewältigung dieser Problemlagen benannt.

Positive Entwicklungen spiegeln sich auch in Zahlen des kommunalen Jobcenters wieder. So waren im Juli 2017 im Landkreis 92 Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ein Jahr später waren es bereits 174 Beschäftigte. Dies bedeutet einen Zuwachs von 82 Personen resümierte Tino Kriegl, Geschäftsbereichsleiter des kommunalen Jobcenters.

Dass Arbeitsmarktintegration in vielen Fällen einen langen Atem benötigt, sich aber lohnt, war ein gelungenes Fazit der anwesenden Arbeitgeber. Ein weiteres Dialogforum ist für den 13. September 2019 geplant.

Eingetragen am 20.03.2019 um 20:16 Uhr.
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