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Kultur:
Der Burgsommer kann kommen!


Beeskow (Burg/pm). Bis zuletzt standen alle Planungen unter Vorbehalt – jetzt sieht es ganz so aus, als könnte auf der Burg Beeskow und in ihrem Umkreis auch in diesem Sommer wieder zu einem bunten Kulturprogramm eingeladen werden. Den Startschuss gibt in gut zwei Wochen das Open-Air-Spektakel „Don Quijote de la Mark“: theater.land inszeniert den zweiten Teil des berühmten Romans von Miguel de Cervantes mit nur drei Schauspielern und allerlei Gegebenheiten der historischen Burganlage als szenischen Parcours.
Entstanden ist die Produktion in der Regie von Wolfram Scheller im Rahmen der ersten Theaterresidenz auf der Burg; Premiere ist am 11. Juni, 20 Uhr.

Weitere Aufführungstermine sind der 12. Juni sowie der 21. und 28. August, jeweils um 20 Uhr.
Am 18. Juni, 18 Uhr, wird die erste Ausstellung des Jahres auf der Burg eröffnet. „Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten“ widmet sich dem im vergangenen Herbst verstorbenen Autor und Ehrenbürger des Landkreises Oder-Spree, Günter de Bruyn, der seit Ende der 1960er-Jahre in der alten Blabberschäferei in Görsdorf (Gemeinde Tauche) zu Hause war.
Mit der vom Frankfurter Kleist-Museum konzipierten Schau empfiehlt sich das frisch renovierte Salzhaus nach dem Auszug des Regionalmuseums wieder als Ausstellungsraum. Schon einen Tag nach der Vernissage, am 19. Juni, 17 Uhr, wird unter dem Titel „Günter de Bruyn lesen“ auf dem Burghof zu einem literarischen Streifzug durch sein Werk mit Verwandten, Freunden, Bekannten, Weggefährten und Bewunderern eingeladen.

Auf dem Programm stehen Auszüge aus seinen Werken wie „40 Jahre“, „Buridans Esel“ und „Abseits“. Zwei Filme, die nach de Bruyns Büchern entstanden sind, gehören ebenfalls zu den Begleitveranstaltungen der Ausstellung und werden im Konzertsaal zu sehen sein (27.6., 19 Uhr, „Märkische Forschungen“; 15.8., 19 Uhr, „Glück im Hinterhaus“), bevor zur Finissage am 29. August, 15 Uhr, die Autorin Marion Brasch mit der Kunsthistorikerin Sibylle Badstübner-Gröger und Wolfgang de Bruyn ins Gespräch kommt. Seit Dezember 2020 fertig, aber bislang noch nicht offiziell eröffnet ist das neue „museum oder-spree“ auf der Burg und dessen erste Jahresausstellung „haben und brauchen“. Das soll sich nun am letzten Juni-Wochenende ändern.

Während sich die Türen des Ausstellungszentrums am 25. Juni zwischen 17 und 20 Uhr vor allem für geladene Gäste öffnen, sind am 26. Juni zwischen 10 und 14 Uhr zur Museumsmatinee mit Museumsquiz alle interessierten Gäste herzlich eingeladen. Am gesamten Wochenende ist der Besuch des museums oderspree kostenfrei.
Endlich durchstarten kann auch die Lesetour zum „kursbuch oder-spree“: Wie gewohnt werden dabei an mehreren Orten im Landkreis, begleitet von einer kleinen Wanderausstellung, einzelne Geschichten und ihre Protagonist*innen vorgestellt.
Nach dem Auftakt im Oldtimerclub „Die Legende“ in Fürstenwalde (4.6., 19 Uhr, Besichtigung ab 17 Uhr) geht es auf die Burg Storkow (24.6., 19 Uhr), ins Olympische und Paralympische Trainingszentrum Kienbaum (13.8., 19 Uhr), ins Kloster Neuzelle (19.8., 19 Uhr) und zum Tag des offenen Denkmals auf die Burg Beeskow (12.9., 17 Uhr).

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Highlight des Kultursommers in der Region ist ohne Frage die Oper Oder Spree.
Schon die Kulisse ist einzigartig: vom spätgotischen Kreuzgang des Klosters Neuzelle über den mittelalterlichen Hof der Burg Beeskow bis zur ländlichen Kunstscheune Ragower Mühle. Zwischen dem 8. Juli und dem 8. August kann man in diesem Jahr die Inszenierung „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti nach einer Bearbeitung von Wolfgang Böhmer erleben (Premiere in Beeskow am 23.7., 20 Uhr), die heiter inszenierte Collage „Oper in der Scheune“ (Premiere 30.7., 20 Uhr) und die festliche Operngala, begleitet vom Preußischen Kammerorchester (Premiere in Beeskow am 6.8., 20 Uhr). Mit „Lady Adina – Der kleine Liebestrank“ (ab 6 Jahre) gibt es zudem auch wieder eine Operninszenierung fürs kleine Publikum (Premiere in Beeskow am 11.7., 16 Uhr).
Weiterhin kann in Kooperation mit dem Frankfurter Kleist Forum eine erfrischend-humorvolle Variante von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ mit dem Schauspieler Boris Aljinovic („Tatort“) und dem Saxophonquartett clair-obscur zur Aufführung kommen (17.7., 20 Uhr). Weitere Termine, Informationen zu den jeweiligen Aufführungsorten und Tickets gibt es im Internet unter www.operoderspree.de.

Ein Wiedersehen mit den Aliens des LeseUFOS, dem die Fahrbibliothek des Landkreises seit dem vergangenen Jahr eine Bühne bietet, kann in diesem Sommer ebenfalls gefeiert werden. Am 19. Juni wird der „Jahrmarkt der Wortspiele“ zwischen 11 und 17 Uhr am Wettermuseum Lindenberg aufgebaut und lädt zum „Lesen, Sehen und Mitgestalten“ ein. Am 28. August fliegen die Außerirdischen dann weiter zur Alten Schule Woltersdorf. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.leseufo.l-os.de.

Für alle Veranstaltungen gelten die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln sowie die jeweils aktuelle Eindämmungsverordnung. Das bedeutet unter Umständen, dass der Einlass nur nach Vorlage eines negativen Coronatestes, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, für seit mindestens 14 Tagen vollständig Geimpfte nach Vorlage des Impfausweises und für nachweislich Genesene erfolgen kann. Weitere Informationen auf unseren Internetseiten: www.burg-beeskow.de; www.museumoderspree.de. Anfragen und Tickets unter Tel. 03366 35-2727.

Fotonachweis:
1) Blick ins museum oder-spree mit Hörstation Foto: Stefan Gräfe/museum oder-spree
2) Bei der Oper Oder Spree steht in diesem Jahr „Der Liebestrank“ von Donizetti auf dem Programm. Foto: Leon Bischinger/Oper Oder Spre

Eingetragen am 27.05.2021 um 21:02 Uhr.
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