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Kultur:
Das Regionalmuseum öffnet Augen und Ohren

Sonnabend, 1. September 2018, 16 Uhr
Burg Beeskow, Unterm Dach
Eintritt frei
„Das Regionalmuseum öffnet Augen und Ohren“
Wie bringen wir das Erbe der Vorfahren zum Sprechen
Gespräch mit Dr. Andreas Ludwig vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und
Dr. Udo Gößwald, Leiter des Museums Neukölln
Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung und Programmreihe
„Wegen Inventur geöffnet! Zur Sammlung und Zukunft des Regionalmuseums Burg Beeskow“
Ausgezeichnet mit dem Initiativpreis der Ostdeutschen Sparkassenstiftung 2018

Wer lernt, Dinge seiner Umwelt zu erkennen, zu benennen und zu interpretieren, erschließt sich eine Erzählung vom Zustand der Welt. Die materielle Kultur einer Gesellschaft – Geräte, Werkzeuge, Waffen, Bauten, Kleidungs- und Schmuckstücke – ist daher von großem Interesse, nicht nur für Geisteswissenschaftler. Wir alle sollten uns fragen, welche Rolle die materielle Überlieferung für unsere Vorfahren spielte, was sie uns heute zu sagen hat und wie wir sie überhaupt wahrnehmen.
Die Erforschung der Dinge verbindet. Einig ist man sich darüber, dass die Dingkultur – gemeinsam mit der mündlichen Überlieferung, die der immateriellen, geistigen Kultur zugrunde liegt – Identität stiften kann, indem sie das Alltagsleben von Menschen einfängt. Gerade Museen stehen hier vor einer anspruchsvollen Aufgabe: denn Dinge zu sammeln ist das Eine, den Umgang mit den Dingen lebendig zu halten das Andere und Wesentliche. Dazu brauch es offene Augen und Ohren!
Wer derzeit die Reihe in der Märkischen Oderzeitung zum „Ding der Woche“ aufmerksam verfolgt, weiß um den Reiz einer Zwiesprache mit dem überlieferten Gegenstand. Um unsere Erfahrungen mit dem Ding an sich soll es im zweiten Gespräch zur Sammlung und Zukunft des Regionalmuseums am Sonnabend, dem 1. September 2018, um 16 Uhr auf Burg Beeskow gehen.
Dabei werden mit Dr. Andreas Ludwig und Dr. Udo Gößwald zwei Experten zu erleben sein, die stets vor allem den Kontakt zu den eigentlichen „Trägern“ der materiellen Kultur, zu den Einwohnerinnen und Einwohnern der Kieze und Regionen, suchten. In „Geschichtswerkstätten“ betrieben sie „Geschichte von unten“: Sie entwickelten das „Vor-Ort-Prinzip“, befragten Zeitzeugen, überließen die Spurensuche vor allem auch Laien und schulten so den kritischen Umgang mit Lebenserfahrungen und Hinterlassenschaften.
Wiederum sind Sie eingeladen, Dinge mitzubringen, die Sie mit Ihrer Stadt und Region und einem für Sie wichtigen lokalem Thema verbinden und mit denen Sie zumindest für einen Abend die aktuelle Ausstellung des Regionalmuseums bereichern wollen.

Zur Abbildung
Foto: Armin Herrmann, Berlin

Eingetragen am 15.08.2018 um 17:50 Uhr.
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