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Vermischtes:
Geschichten über Bieber, Buchen und Parklandschaften




Bomsdorf (han). „Das Sommerfest ist gut gelaufen, die Bomsdorfer und ihre Gäste hatten ihren Spaß bei „Musik und Komik“ einer Gruppe aus Chemnitz, die Kinder und Jugendlichen beim Kistenklettern und vielen anderen Angeboten und es wäre sicher noch schöner gewesen, wenn wir unseren Gästen auch den Park hätten zeigen können“, schätzte Ortvorsteher Dieter Furchner das Sommerfest 2018 ein und meinte im Anschluss an diese Worte, so kurz vor dem sonntäglichen Frühschoppen mit den „Oderland-Musikern“: „Kommen Sie einfach mal mit in unseren Park, der im Parkführer als Sehenswürdigkeit angepriesen wird und nun gesperrt ist.“
Beim Eintritt in den „Bomsdorfer Urwald“ wird sein Ton milder, sein Blick aber bleibt finster. Selbst das Schwanenpaar mit Jungen auf dem ersten der Parkteiche, kann seinen Blick nur kurzzeitig aufhellen. Denn hohes Gras, zugewucherte Wege, im Sturm entwurzelte Bäume, die nicht weg geräumt wurden, verlandende Ufer, defekte Mönche (Schächte für Überläufe von Teich zu Teich) und ein mit 1.000 Euro Fördermitteln sinnlos in die Landschaft gestelltes Insektenhotel mitten in einer Wiese aus einem halben Meter hohem Gras sind nur einige Dinge, die den Ortsvorsteher aufregen. Wenn man die Verwahrlosung mit eigenen Augen sieht, ist der Frust nachvollziehbar. „Weder Schreiben an Bürgermeister, Amtsdirektor, Untere Naturschutzbehörde oder Ministerien haben bisher zu Antworten geführt oder gar Abhilfe geschaffen“, meint er zerknirscht beim Blick auf einen mitten über den Weg liegenden Baum, der sich übrigens mittlerweile prima als natürliches Insektenhotel eignet. Auch die Naturparkverwaltung zu deren Bereich der Bomsdorfer Park gehört hat lange Zeit nichts von sich hören lassen. Erst vor ca. zwei Wochen war Naturparkchef Renner da und hat sich den „Bomsdorfer Urwald“ angeschaut. Was daraus wird bleibt abzuwarten. Die Natur holt sich auf jeden Fall alles wieder zurück und wenn es der Bieber ist, der die alten Buchen für seine Zwecke entdeckt hat und lustig den Bestand auslichtet. „Auf jeden Fall soll es noch im Juni ein Gespräch mit der Naturparkverwaltung in Neuzelle geben“, erzählt Dieter Furchner und hofft, dass dann etwas passiert. Er ergänzt: „Wir dürfen nicht mal in Eigeninitiative die Sturmschäden beseitigen, weil das Gebiet des Naturparks ist und da kein Holz entnommen werden darf.“ Auf der anderen Seite liegen rund 70.000 Euro beim Landkreis, die für die Sanierung des Bomsdorfer Parkes verwendet werden könnten. Dazu müssten diese aber abgerufen werden. In der Hoffnung, dass der Pflegeplan für den Bomsdorfer Park noch in diesem Jahre steht und dann die Vergabeverfahren für die Firmen stattfinden kann, setzt der Ortsvorsteher auf beginnende Arbeiten im kommenden Jahr. Und vielleicht verschwinden dann auch die Palisaden ähnlichen Sperrzäune an den Zugängen zum Park, um den Besuchern des 2019er Dorffestes einen Teil dieser Kulturlandschaft wieder zeigen zu können.
Wie heißt es so schön unter Attraktionen des Tourismusverbandes Seenland-Oderspree: „Wer mystische, märchenhafte Kulissen liebt, muss unbedingt den Gutspark von Bomsdorf besuchen. Der jahrhundertealte und wertvolle Baumbestand an Eichen, Blutbuchen, Silberpappeln und Eschen sowie die vielen kleinen Teiche verleihen dem Park die Atmosphäre eines kleinen Zauberwaldes. Vor allem für junge Wanderer wird der Besuch des Gutsparkes ein besonders spannendes Erlebnis sein, wenn sie die eindrucksvollen Bäume mit knorrigen Ästen und breiten Stämmen bewundern können.“ Er hat noch von allem etwas davon, nur der Zutritt ist verboten. Das ist der Haken.

Fotos: han

Eingetragen am 05.06.2018 um 05:28 Uhr.
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