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Geschmiedet im heißen Feuer



Brieskow-Finkenheerd (han). Als vor Wochen in der Georg-Schacht-Straße 20b in Brieskow-Finkenheerd reges Treiben einsetzte, ahnte wohl niemand, dass hier binnen kürzester Zeit ein Künstleroase entsteht, die am vergangenen Samstag zum „Tag des offenen Ateliers“ erstmals die Tore für ein breites Publikum öffnete. Davor standen Mühen, denn der Umzug von rund 100 Tonnen Material musste erst mal bewerkstelligt und der Umbau der Gebäude realisiert werden.
Aus Oranienburg hatte es den Metallgestalter und -bildner Olaf Hannemann an die Oder verschlagen. Ideal die Voraussetzungen für Werkstatt, Ausstellungen im Freien und im Atelier. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Lehrlingsausbildungs- und PA-Stätte boten die Bedingungen, die sich der Künstler vorstellte. Seit 1988 ist der gelernte Werkzeugmacher so ganz nebenbei als Schlosser und Schmied unterwegs und genau das wurde zu seinem Lebensmittelpunkt. Auftragswerke größerer Art, kleinere für Privatleute – Kunstvolles entsteht über dem archaisch anmutenden Schmiedefeuer, in dem das Eisen in den Kohlen rot glühend wird und unter seinen Händen Formen annimmt die er selbst als Künstler möchte oder seine privaten und gewerblichen Auftraggeber sich vorstellen. „Ja, die Ideen sind einfach, dass zu Papier bringen auch, aber die Umsetzung kostet Schweiß und zum Teil auch tagelange Arbeit“, erzählt Olaf Hannemann im Beisein seines Freundes Michael Metzke aus Berlin, der parallel eine Fotoausstellung in den Atelierräumen zeigt. Das Einfangen der besonderen Momente, das Experimentieren mit Sichtweisen und Einstellungen ist das fotografische Creto des Bauingenieurs.
Doch zurück zu Olaf Hannemann: Das Eisen im Schmiedefeuer glüht, ein Zaunelement soll entstehen. „Das ist noch ein Auftragswerk, dass fertig werden muss. Ich habe mir genügend Arbeit mitgebracht“, meint er fast nebenbei: Denn sein Hauptaugenmerk gilt dem glühenden Eisen. Unter den wuchtigen Schlägen erzittert der Amboss. Es macht ganz einfach nur Spaß zuzusehen wie aus einem glühenden Stück Metall ein Kunstwerk entsteht. Auch dazu diente dieser erste Tag der offenen Tür am neuem Kreativstandort von Olaf Hannemann, der die Künstlerszene der Region bereichert und auch über solche besonderen Tage hinaus Einblicke in seine Arbeit und sein Atelier gewährt. Da fallen der große Havelfisch, die Hirschkäferspinne, Windspiele und viele andere Exponate auf, ebenso die vom Maler Manfred Neumann aus Frankfurt (Oder) bemalten weiblichen Modepuppen. Zu sehen gibt es genug, nicht nur drinnen sondern auch im weiträumigen Außenbereich. „Tage des offenen Ateliers habe ich auch schon in Oranienburg mitgemacht, ich bin neugierig, wie sich das hier anlässt. Ich bin hier vor drei Wochen angekommen und möchte jetzt richtig Ankommen“, sagt er zum Abschied philosophisch.

Fotos: han

Eingetragen am 06.05.2018 um 19:27 Uhr.
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