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Politik:
Dorfplausch am Kaminfeuer


Henzendorf (han). „Dorfplausch am Kamin“ trifft es wohl nicht ganz, wenn der Ortsbeirat von Henzendorf tagt, der aus Ortsvorsteherin Ines Andreas und Doris Scharn besteht, denn dazu waren die Themen am Dienstag Abend zu wichtig. Dafür fanden sich zur Auftaktsitzung 2018 im Gemeindehaus im Kaminsaal rund 30 Henzendorfer ein, die teilhaben wollten an der Entwicklung ihre Dorfes und auch so manches zu sagen hatten. Was sofort auffiel war, dass es hier nicht um die große Politik ging sondern um die alltäglichen Dinge, die mit dem ländlichen Leben zusammen hängen und das war auch gleich ein Punkt, der diskutiert wurde – nämlich der Breitbandausbau. „Von der Bundesregierung versprochen, vom Land angeblich in der Umsetzung, nur bei uns ist noch nichts angekommen“, argumentierten die Einwohner, die wohl zu Recht forderten, dass auch sie in Henzendorf moderne Kommunikationsmöglichkeiten nutzen können. Der Neuzeller Bürgermeister Dietmar Baesler bestätigte die Bemühungen, dass das Leben auf dem Dorf genauso attraktiv sein muss, wie in der Stadt und da auch gleiche Voraussetzungen herrschen müssten. Ortsvorsteherin Ines Andreas sah den versprochenen Netzausbau in einem Ort mit 111 Einwohnern noch etwas skeptisch hinsichtlich des Zeitraumes: „Ich weiß, dass derzeit Angebote von Interessenten beim Landkreis gesichtet werden und Fördermittel bis zum Spätsommer beantragt werden sollen. Den geplanten Baubeginn des Breitbandnetzes in unserer Region noch in 2018 halte ich nicht für sehr wahrscheinlich. Aber es gibt den zeitlichen Rahmen, dass bis 2020 alles abgeschlossen sein soll.“ Sie bleibe am Thema dran als auch schon die nächsten Dinge zur Sprache kamen. Unklar war den Dorfbewohnern, warum Touristenattraktionen, wie der Findlingspark vergammeln, obwohl der Landschaftspflegeverband Geld bekäme. Ein Schild weißt darauf hin, dass es sich beim Findlingspark um ein Privatgrundstück handelt, welches nur auf eigene Gefahr zu betreten sei. Das sei allerdings auch das einzige, denn Hinweisschilder für Auswärtige gäbe es nicht, ebenso wenig für die Rundwege. Überhaupt trete der Landschaftspflegeverband nicht in Erscheinung, Ansprechpartner seien an der Adresse „Heidehof 1“ keine da und Satzungen dieses Verbandes lägen seit zehn Jahren im Ortsbeirat nicht vor. Dietmar Baesler sagte zu, in dieser Frage noch einmal mit Amtsdirektor Hans-Georg Köhler zu sprechen, um eventuell über diesen einen Kontakt herzustellen.
In der Wahrnehmung von Rudi Appelt gibt es noch ein touristisches Abschreckungsmerkmal: „Seit Tagen beobachte ich, dass hier riesige Trecker mit Güllehängern durchs Dorf fahren. Gibt es denn keine anderen Felder, wo die Gülle breit gefahren werden kann? Wie verträgt sich das denn mit Tourismus und Natur?“ Wie es aus der Runde hieß, sei dass zu dieser Jahreszeit normal, denn vorher ging es wegen der gefrorenen Böden nicht und jetzt sei nur ein kurzes Zeitfenster entsprechend der Vorschriften. Überzeugt hatte das Rudi Appelt angesichts der 20.000 Liter Tanks und des Gewichts der Gefährte die über die Dorfstraße rollen wohl nicht. Auch die Busfahrer des BOS kamen in die Kritik, die an den Wendestellen wohl wenig rücksichtsvoll mit Bordsteinkanten und Hecken umgehen würden. Dennoch wurde gelobt, dass Henzendorf angefahren wird. Und damit war Renate Bangel gleich bei einem anderen Thema: „Die Fahrbibliothek kommt wegen des einen Lesers der letzten Jahre nicht mehr her. Wollen wir im Gemeindehaus nicht eine Bibliothek einrichten, die zunächst durch die Einwohner mit Büchern unterstützt wird?“ Das erfuhr allgemeine Zustimmung, zumal die Räumlichkeiten vorhanden sind und auch der Neuzeller Bürgermeister hielt diese Idee für gut. Das ist nun eine von vielen geplanten Aktivitäten. Ganz oben stehen die Vorbereitungen für das Brandenburgische Dorf- und Erntefest im September in Neuzelle, bei dem sich der Ort präsentieren möchte. Doch zunächst soll dieser am Samstag, dem 24. März vom Winterunrat bereinigt werden. Alle Einwohner sind aufgerufen, sich am Frühjahrsputz zu beteiligen und sich mit Harke, Gartenschere und Pflanzgeräten um neun Uhr am Gemeindehaus zu treffen. „Ob es Unterstützung für die Aktion mit „Antenne legt ‚ne Schippe drauf“ vom Rundfunk gibt, ist noch offen, beworben haben wir uns“, meinte Ortsvorsteherin Ines Andreas, die auch noch weiter Termine für 218 parat hatte, nämlich das Osterfeuer am Gründonnerstag, das Dorf- und Kinderfest am 2. Juni und ohne Terminierung das Sommerfest am Dorfsee, die Rentnerfahrt und im Herbst ein Orgelkonzert in der Kirche.

Fotos: han

Eingetragen am 15.03.2018 um 04:39 Uhr.
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