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Warum vor einem halben Jahrhundert alles begann....




Neuzelle (han). Zum Kinder- und Familiennachmittag mit Ostereier bemalen hatte am Samstag das Bauernmuseum Neuzelle eingeladen. Zahlreiche bastel- und malfreudige Eltern mit ihren Kindern nutzten die Gelegenheit, um für den heimischen Osterstrauß selbst noch etwas zu kreieren. Mit dabei waren auch die Familien Kürger aus Ziltendorf und Keller aus Neuzelle, die seit Jahren immer wieder neue Techniken der Ostereiergestaltung vorführen und selbst im Strohhaus und im Bauernmuseum ihre umfangreichen Sammlungen mit Eiern aus aller Welt zeigen.
„Bei uns begann das irgendwie alles vor rund 50 Jahren. Wir fuhren regelmäßig nach Drebkau und sahen uns die Ausstellung von Dr. Lotar Balke, einem befreundeten Völkerkundler an, der mittlerweile leider verstorben ist. Der hatte schon zu DDR-Zeiten von seinen Reisen Eier aus der Republik und aus aller Welt mit gebracht und begeisterte uns nicht nur mit den Motiven sondern auch mit den Techniken, die zu diesen filigranen Kunstwerken führten. Das regte nicht nur die Neugier aufs Nachmachen an, sondern auch aufs selbst Sammeln und so begann bei uns alles. Die Leidenschaft packte uns und so kam es zu der Ausstellung, die Sie jedes Jahr sehen können und zu solchen Nachmittagen, wie heute, wo wir den Kindern die Freude am Gestalten und selbst bemalen nahe bringen wollen“, plauderte Edwin Keller aus dem „Nähstübchen“, bevor er sich wieder der Gestaltung eines Eies in Bossiertechnik widmete. „Wir freuen uns besonders, dass wir mit Monika und Klaus Krüger aus Ziltendorf Mitstreiter für unser Hobby gefunden haben“, meinte Ingrid Keller, die neben ihrer eigenen Arbeit auch immer wieder einen Blick zu den Enkeln Hannes und Jenny warfen. „Wir haben das von Opa und Oma gelernt und es macht Spaß Eier anzumalen“, erzählte Jenny Keller und blickte freudestrahlend in die Runde. Ein ganz leises Knirschen war auf einmal zu hören und mit einem erschrockenem Blick schaute das Mädchen auf sein fast fertig bemaltes Ei. Ein Augenblick der Ablenkung hatte sie zu fest zufassen lassen und die Schale hatte einen Riss. Verzweifelt suchte sie Hilfe bei Opa Edwin. „Das können wir noch kleben“, sagte dieser beruhigend und zauberte wieder ein Lächeln ins Gesicht seiner Enkelin. „Das ist gar nicht so einfach“, meinte auch Lena Schneider, die dritte im Bunde der Kindergruppe, denn die hauchzarten Eierschalen zerbrechen sehr leicht.
So, wie diese drei waren viele Kinder an diesem Nachmittag dabei ganz eigene Kreationen zu entwickeln. „Für uns ist das natürlich eine besondere Freude, zu sehen, wie unser Angebot angenommen wird“, freute sich Birgit Kuchling vom Bauernmuseum über die Resonanz. Sie erinnerte noch einmal daran, dass die Ostereierausstellung immer montags bis freitags von acht bis 14 Uhr zu sehen ist. Darüber hinaus gibt es bis Ostern für Kinder noch die Möglichkeit nach Anmeldung selbstgeschriebene Ostergeschichten zu hören.
Auch im Strohhaus gibt es mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr Ostereier aus den umfangreichen Sammlungen der Familien Keller und Krüger zu bewundern. „Ganz besonders möchte ich in diesem Jahr die Emueier mit Motiven der Neuzeller Marienkirche hervorheben, die aus Blattgold gestaltet sind und durch besondere Beimischungen besondere Wirkungen auf den Betrachter erzielen“, wirbt Edwin Keller für den Besuch der dortigen Ausstellung. Dort findet am Palmsonntag übrigens auch noch einmal eine Vorführung der verschiedenen Techniken der Ostereiergestaltung statt, die vielleicht zum selbst Gestalten in den nächsten Jahren im Kreise der Familie anregen.

Fotos: han

Eingetragen am 11.03.2018 um 19:17 Uhr.
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