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Kultur:
Ein gesegnetes Alter




Eisenhüttenstadt (han). „Ein gesegnetes Alter“ war nicht nur der Titel, der „fast schwarzen Komödie“ von Curth Flatow, die es am Sonntag im Friedrich-Wolf-Theater zu Eisenhüttenstadt zu sehen gab, sondern scheinbar auch das des Schauspielers und Hauptdarstellers Herbert Köfer. Der 96jährige Mime spielte die Rolle des 90jährigen Georg Neumann so überzeugend, dass man sich eigentlich in der Realität wieder fand.

Mit Pointen und Szenen, die das Leben so wohl tatsächlich schreiben könnte, war die Geschichte durch „Köfers Komödiantenbühne“ mit den Schauspielern Heidemarie Wenzel, Uwe Karpa, Heike Köfer und Anja Thiemann exellent auf die Bühne gebracht worden.

Der Inhalt ist schnell erzählt: In einem Altbau wohnen der Rentner Georg Neumann und die Exbesitzerin (Heike Köfer), die das Haus an ein Firmenkonsortium verkauft hatte, die nun beabsichtigte dieses abzureißen. Dazu musste aber Georg Neumann erst einmal zur Räumung der schönen Vierraumwohnung gezwungen werden, in der er 40 Jahre lebte und das wollte er partout nicht, eben so wenig noch das von eben dieser Firma hergestellte Präparat „Lebelang“. Im Gegenteil, eigentlich suchte er nun die einzige im Haushalt vorhandene Tablette einer Sterbehilfe, da nicht nur der Abriß sondern auch die erbsüchtige Enkelin nervten. In diese Situation trat Architekturstudentin Christa (Anja Thiemann), die im Haushalt per Annonce helfen wollte auf den Plan, so dass die Suche flach viel und der rüstige Rentner sich lieber am Anblick der hübschen Studentin und ihrem Tun erfreute. Gleich wurden beim „Rollenden Mittagstisch“ zwei Essen bestellt und alles hätte gut sein können, wäre nicht Exmannequin und Exfreundin Gitte (Heidemarie Wenzel) aufgetaucht. Diese hatte aus der Zeitung vom 90. Geburtstag ihrer vor 40 Jahren verflossenen Liebe gehört und tischte allerlei Geschichten auf, um erneut bei ihm zu landen. Die Erzählungen der Ex wurden allerdings von einem Journalisten (Uwe Karpa) lügen gestraft und Georg Neumann über das wahres Leben von Gitte aufgeklärt. Da diese nach einem heftigen Weinumtrunk Kopfschmerzen hatte suchte sie eine Tablette und fand diese auch. Dank des Professors der Architekturstudentin war auch der Abriss des Hauses vom Tisch – wegen des Denkmalschutzes.

Es waren wohl nicht nur die Kurzweiligkeit der Geschichte an sich, die aus dem Leben gegriffenen Dialoge und Pointen, sondern die schauspielerischen Leistungen des Ensembles, was das Publikum im gut besetzten Zuschauersaal zu Lachsalven und frenetischen Beifallsstürmen animierte.

„Ich bin eigentlich mit Herbert Köfer groß geworden und wollte ihn gern live erleben“, erzählte die 90jährige Liselotte Kortsch aus Müllrose. Für Lothar Balke aus Eisenhüttenstadt war es die Leistung: „Wenn man in so hohem Alter noch so geistig und körperlich fit ist, macht das Mut für einen selber“, meinte er in der Pause zum zweiten Akt. Und körperlich Fitness ist bei „Köfers Komödiantenbühne“ auf jeden Fall gefragt, denn bei ihren Touren durch Deutschland gastieren die Schauspieler fast täglich an Häusern, wo es keine festen Ensemble gibt, so wie kürzlich in Stassfurt, Lauchhammer, Ballenstedt. Mit 250 Auftritten mit dem Stück „Rentner haben niemals Zeit“ knüpfte Köfer mit der 2002 gegründeten Komödientenbühne an bekannte Produktionen des DDR-Fernsehens an und begeistert damit sein Publikum bis heute. Die Hochachtung vor seiner Lebensleistung war in den Foyergesprächen auch im Friedrich-Wolf-Theater zu spüren.

Fotos: han

Eingetragen am 06.11.2017 um 18:54 Uhr.
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