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Blicke in sonst unsichtbare Welten


Schernsdorf/Müllrose (han). Am Sonntag gab es zahlreiche Denkmale zu bestaunen, Objekte zu denen der zutritt sonst wohl nicht erlaubt ist. Nun könnten einige meinen, dass die Ragower Mühle und der Müllroser Feuerwehrturm so ausgefallen gar nicht sind. Das stimmt wohl, aber, ausgefallen sind die Geschichten die dahinter stehen und die nur an diesem Tag so zu hören waren.

Zwischen zwei Besuchergruppen hat der Ragower Mühlenbesitzer Baldur Börner Zeit für einen kurzen Schwatz, während er auf der Brücke der Schlaube steht und den Arbeitsgeräuschen seiner Turbine lauscht: „Ja eigentlich wollte ich hier mal autark Strom für meinen Bedarf erzeugen, aber das klappt nicht und das hängt mit dem Durchfluss der Schlaube zusammen. Zum funktionsfähigen technischen Denkmal gehört das aber in dieser Lage dazu und dazu möchte ich die Mühle ausbauen.“ Für den Dauerbetrieb der 16-KW-Turbine reicht allerdings der Wasserdurchfluss der Schlaube nicht. „Waren es zu DDR-Zeiten laut den Unterlagen noch 1.400 Liter, so sind es jetzt gerade mal 300 Liter“, erzählt der Mühlenbetreiber weiter. Eine Lösung für den Schaubetrieb der Mühle wäre ein Elektroantrieb und die entsprechenden Transmissionen. Beides ist nicht so einfach umzusetzen wegen des Denkmalsschutzes und wegen der Anforderungen an die Transmission. Der Riemen müsste eine Gesamtlänge von 192 Meter aufweisen und den gibt es in den gewünschten Längen und Breiten nicht mehr. Die Turbine übrigens wurde 1910 in der Lutherstadt Wittenberg gebaut und ist eine der funktionstüchtigen in Europa überhaupt. Andere gibt es in der Ukraine und im ehemaligen Ostpreußen. „Gern hätte ich noch mehr erzählt, doch die nächsten Gäste warten auf eine Führung“, sagt Baldur Börner und zieht sich mit diesen in die Mühle zurück. Als Kontrastprogramm zum angrenzenden Tierhof , auf dem Pferde, Esel, eine Kuh, Meerschweinchen, Enten und andere Tiere zu bestaunen sind, stehen die Erläuterungen zur Denkmal Ragower Mühle und doch erwecken diese die Mühle zum Leben. Leben, dass sowieso da ist, egal, ob bei der „Oper in der Scheune“ im Rahmen der Oper Oder-Spree, der Ausflugsgastronomie, an Feiertagen oder auch während der Herbst- und bevorstehenden Weihnachtszeit im Schlaubetal. (F1)

Nicht ganz so bekannt ist das alte Feuerwehrgerätehaus mit dem hölzernen Schlauchturm in Müllrose. Es zählt nicht zwingend zu den ersten Anlaufadressen in der Stadt, dem Tor zum Schlaubetal. Und doch verbergen sich dort nicht nur Feuerwehr technische Objekte sondern auch eine Sammlung zur Geschichte des Schiffsbaues in Müllrose. „Zusammen hängt dass mit der Lage am Kanal. Hier gab es mal drei Werften und schon die Straßenbenennung mit „Schiffbauerstraße“ ist da bezeichnend“, meint Dr. Wolfgang Strübing, der die Ausstellung am Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Yacht und Pracht“ vorstellte und vordergründig auf die Schifffahrts- und Schiffsbautradition in der Stadt an der Schlaube einging. Die Ausstellung mit Originalexponaten aus jenen Zeiten ist sonst nur durch Glasscheiben zu betrachten. Das Maß aller Dinge beim Friedrich-Wilhelm-Kanal, war das sogenannte Finowmaß mit einer Kahnbreite von vier Metern, dass des Oder-Spree-Kanals der Breslauer Maßkahn mit acht Metern Breite. Solche und andere Fragen behandelte der rührige Museumsführer, der sonst auch als Stadtführer tätig ist und interessierte einheimische und touristische Besucher schon jetzt für 2018 zu neuen Erkundungstouren durch die Museumswelt und die Stadt Müllrose einlädt. Nähere Informationen dazu gibt es im Haus des Gastes. (F2)

F=Fotos: han

Eingetragen am 11.09.2017 um 06:02 Uhr.
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